Internationale Wanderausstellung

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Gedächtnisbuch
für die Häftlinge des KZ Dachau

Porträts einiger Häftlinge in der Ausstellung Friedrich Puchta Martin Anson Karl Leisner Karl Wacker Horvath Martin Niemöller Titus Brandsma Kusma P. Katschmar
Martin Anson

Martin Anson

16.7.1909 – 4.8.2003

Gedächtnisblatt für Martin Anson

Aus geschäftlicher Sicht waren Martin und Wilhelm sehr erfolgreich. Ihr Umsatz stieg stetig, bis 1935 oder 1936 das Textilhaus geschlossen werden musste, weil die NSDAP dafür sorgte, dass der Mietvertrag für das Geschäft gekündigt wurde. Obwohl die Chance für einen jüdischen Kaufmann bereits in diesen Jahren ziemlich gering war, irgendwo Geschäftsräume mieten zu können, suchten sie trotzdem nach neuen geeigneten Räumen, um ihren Betrieb weiterzuführen. Sie fanden am Isargestade 728 leerstehende Räume. Der Hausbesitzer unterschrieb trotz aller Drohungen der NSDAP den Mietvertrag mit den Ansbachers.

Kennkarte, ausgestellt am 20.1.1939 in Landshut Martin Anson bei der Eröffnung des Gemeindezentrums der Glasgow Reform Synagoge mit seiner Frau, Pam, und den Söhnen Howard und Steven, 2002

Kennkarte, ausgestellt am 20.1.1939 in Landshut

Martin Anson bei der Eröffnung des Gemeindezentrums der Glasgow Reform Synagoge mit seiner Frau, Pam, und den Söhnen Howard und Steven, 2002

Ein NS-Treuhänder wollte das Haus in der Seligenthalerstraße 38, in dem die Familien Ansbacher wohnten, kaufen. Doch dazu mussten Gustav und Fritz Ansbacher einverstanden sein. Man versprach ihnen, dass, wenn sie den Vertrag unterschrieben, der Käufer dafür sorgen würde, dass Martin und Wilhelm Ansbacher aus dem KZ entlassen würden. Durch diesen Tausch kamen sie im Januar 1939 frei.

Dieses Ausstellungsprojekt wurde gefördert durch:

Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit
Bayerische Staatskanzlei
Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband
Bezirk Oberbayern
Borislav Bjelicic
EU, Programm Europa für Bürgerinnen und Bürger - "Aktive Europäische Erinnerung"
Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern
Große Kreisstadt Dachau
Kulturreferat der Landeshauptstadt München
Lagergemeinschaft Dachau
Renovabis, Solidaritätsaktion für Osteuropa
Stadt Heidelberg
Weiße Rose Stiftung
Preisträger im Wettbewerb "Aktiv für Demokratie und Toleranz 2008"

EU-Programm Europa für Bürgerinnen und Bürger