Das pädagogische Konzept

"Die Jugend ist unsere Zukunft, und die Erinnerung ist unser Vermächtnis"
(Ein ehemaliger Häftling im KZ Dachau)

Zwei Hauptziele verfolgt das pädagogische Konzept:

  • Die Erinnerung an Häftlinge des KZ Dachau soll lebendig gehalten werden.
  • Jugendliche und interessierte Erwachsene sollen sich mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinandersetzen.

Die Sammlung der Gedächtnisblätter wächst stetig. Dies ist Zeitzeugen, Angehörigen, Studenten, Schülern und interessierten Erwachsenen zu verdanken. Sie prägen die Biografien auf ihre ganz persönliche Weise: Sie setzen die Schwerpunkte, wählen Blickwinkel, recherchieren, interviewen, schreiben und gestalten.

Gerade Jugendliche finden hier einen Ausgleich zu dem oftmals trockenen Geschichtsunterricht, überladen mit "Fakten, Fakten, Fakten" (Marion Gabler, 19 Jahre). Das Projekt erleichtert den Zugang und die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus. Die Schüler beschäftigen sich durch das Gedächtnisbuch auf einer persönlichen Ebene mit dem Einzelschicksal eines Häftlings aus der eigenen Region und können Bezüge in ihre eigene Gegenwart herstellen. So werden die geschichtlichen, politischen und gesellschaftlichen Zusammenhänge durchschaubarer und verständlicher.

Der Trägerkreis des Gedächtnisbuches regt die Jugendlichen und interessierte Erwachsene im In- und Ausland an, sich aktiv an dem Projekt zu beteiligen. Noch haben sie die Möglichkeit, Zeitzeugen zu begegnen.

Informationen

Für alle diejenigen, die einen Beitrag zum "Gedächtnisbuch" leisten möchten, gelten folgende Vorgaben.

  • Die Biografie kann nur über einen Häftling verfasst werden, der im KZ Dachau oder in einem seiner Außenlager war.
  • Der Umfang beträgt max. vier DIN A3-Seiten.
  • Zusammenstellung von Text- und Bildmaterial auf einem vorgegebenen gelben DIN A3-Bogen.
  • Die Wahl der Biografie-Sprache ist frei.
  • Unterschrift der Autoren und wenn möglich des Ex-Häftlings bzw. seiner Angehörigen als Autorisierung.
  • Alles andere kann frei gestaltet werden.
  • Die Blätter werden nach Fertigstellung von Mitarbeitern des Projektes nochmals auf die historische Richtigkeit überprüft.

Ausführliche Informationen und Tipps erhaltet Ihr bei der Projektbetreuerin, Sabine Gerhardus. Alle Anfragen zum Projekt können auch in Englisch oder Russisch gestellt werden.