Gedächtnisbuch ausgezeichnet vom Bündnis für Demokratie und Toleranz


Am Freitag, den 20.2.2009 wurde das Projekt Gedächtnisbuch vom Bündnis für Demokratie und Toleranz als Preisträger im bundesweiten Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz 2008" ausgezeichnet. Das von den Bundesministerien des Innern und der Justiz im Jahr 2000 gegründete bundesweite „Bündnis für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt (BfDT)" hat im Wettbewerb 2008 insgesamt 53 Initiativen und Projekte für vorbildliches, nachahmenswertes zivilgesellschaftliches Engagement für Demokratie und Toleranz als Preisträger ausgewählt. Gemeinsam mit dem Bürgermeister der Stadt Dachau Claus Weber würdigten die Bundestagsabgeordneten Gabriele Fograscher und Stephan Mayer fünf Preisträger in einer öffentlichen Preisverleihung im Jugendgästehaus der Stadt Dachau. Im Anschluss an die Preisverleihung bestand die Möglichkeit, mit den Preisträgern sowie den Veranstaltern ins Gespräch zu kommen.

NAMEN STATT NUMMERN
Internationale Wanderausstellung

Veranstaltungshinweis

NAMEN STATT NUMMERN
Präsentation der neuen Biographien

Montag, 22.3.2010 um 19:30 Uhr
Evangelische Versöhnungskirche
in der KZ-Gedenkstätte Dachau
Alte Römerstr. 87

Buchtipp

Namen statt Nummern
Dachauer Lebensbilder und Erinnerungsarbeit
Im Auftrag der
Evangelischen Versöhnungskirche
in Verbindung mit dem Trägerkreis
"Gedächtnisbuch für die Häftlinge des KZ Dachau"
herausgegeben von Sabine Gerhardus und Björn Mensing
ausgezeichnet mit dem Wilhem-Freiherr-von Pechmann-Preis

Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig, 2. Aufl., 372 Seiten mit 51 Abb., 14,5 x 21,5 cm, Paperback, EUR 12,80 (D)/13,20 (A)/CHF 23,50, auch über die Bayerische Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit – ISBN 978-3-374-02488-9

Enthält 15 Gedächtnisbuch-Biographien!

Spendenaufruf

Das Projekt "Gedächtnisbuch" kostet auch Geld - die pädagogische Betreuung der Verfasser von Gedächtnisblättern, Porto-, Materialkosten usw.
Spenden tragen dazu bei, die Realisierung der Gedächtnisblätter zu förden und zu sichern.

Spendenkonto:
c/o Dachauer Forum
Sparkasse Dachau
BLZ: 700 515 40
Konto: 380 935 262

Bitte vermerken Sie auf Ihrer Spende das Stichwort: "Gedächtnisbuch".

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Der Trägerkreis

 

"Für mich sind das Projekt Gedächtnisbuch und die Biographie-Ausstellung NAMEN STATT NUMMERN ein Zeichen der Ehrerbietung an die Überlebenden und die Verewigung der Erinnerung an die im Konzentrationslager Dachau Verstorbenen. Ruhet in Frieden! Den heute Lebenden zur Erinnerung."
Pjotr Kudin in einem Brief am 1.12.2007

Seit 19. März 2008 sind 22 Biographien von ehemaligen Häftlingen des Konzentrationslagers Dachau in der internationalen Wanderausstellung „NAMEN STATT NUMMERN“ zu sehen. Der Weg der Ausstellung beginnt in Dachau, in der Evangelischen Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte. Von dort zieht sie in sechs Sprachversionen durch sieben europäische Länder: Niederlande, Frankreich, Polen, Österreich, Deutschland, Großbritannien und die Ukraine. Das Projekt des Dachauer Gedächtnisbuchs wurde von der EU (Europa für Bürgerinnen und Bürger – „Aktive Europäische Erinnerung“) gefördert. Es soll einen Anstoß geben, die Geschichte der Dachauer Häftlinge aus einem europäischen Blickwinkel zu verstehen: Schließlich waren es Menschen aus ganz Europa, die von den Nationalsozialisten verfolgt wurden, und deren schreckliche Erinnerungen an die Konzentrationslager das europäische Selbstverständnis bis in die heutige Zeit prägen.


Gedächtnisbuchbeiträge im Buch Namen statt Nummern


    Seit 1999 konnten zahlreiche
    Jugendliche und Erwachsene
    dafür gewonnen werden, für
    das Gedächtnisbuch das
    Schicksal eines ehemaligen Häftlings
    lebendig werden zu lassen.
    Das Gedächtnisbuch, das ständig
    erweitert wird, kann in der Evangelischen
    Versöhnungskirche und im Jugendgästehaus
    in Dachau eingesehen werden.
    Nun sind erstmals einige Beiträge
    in Buchform erschienen: Israel Hener,
    Renée Lacoude, Jurij Piskunow,
    Andreas Zollner und elf weitere
    Mithäftlinge.

    Hinzu kommen Kurzbiographien
    der 113 evangelischen Pfarrer
    aus ganz Europa, die in Dachau
    eingesperrt waren. Interessierte
    finden Informationen zum Projekt
    Gedächtnisbuch sowie zur
    Erinnerungsarbeit und Gedenkkultur
    an der Versöhnungskirche,
    auch als Anregung für eigene Initiativen.

    Mit einem Grußwort von
    Pieter J. Ph. Dietz de Loos,
    Präsident des Comité International
    de Dachau, und einem gemeinsamen
    Geleitwort vom Ratsvorsitzenden der
    Evangelischen Kirche in Deutschland,
    Bischof Wolfgang Huber, und vom
    bayerischen Landesbischof Johannes Friedrich.



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